„Hähnchen und Puten leben zu Tausenden in extremer, qualvoller Enge.“

Kategorie: Fakten-Check

Diese Aussage ist unwahr: Auch in Bezug auf das Platzangebot liegen die deutschen Standards über der EU-Regulierung. Wie viel Platz die Tiere während der Aufzucht im Stall haben, ist durch die Besatzdichte geregelt. Diese liegt in Deutschland für Hähnchen bei maximal 39 Kilogramm pro Quadratmeter Stallfläche und damit deutlich unter der EU-Norm von 42 Kilogramm pro Quadratmeter. Bei einer sogenannten Kurzmast, bei der die Tiere nur ein Gewicht von maximal 1.600 Gramm erreichen, darf die maximale Besatzdichte im Durchschnitt von drei Mastdurchgängen sogar nur bei höchstens 35 Kilogramm pro Quadratmeter liegen. Bei Puten beträgt die maximale Besatzdichte 58 Kilogramm pro Quadratmeter (Hähne) bzw. 52 Kilogramm pro Quadratmeter (Hennen). Darüber hinaus wird die Besatzdichte in deutschen Hähnchen- und Putenställen in Zukunft weiter gesenkt werden: Im Rahmen der für 2014 angekündigten Initiative für mehr Tierwohl verpflichten sich alle Hähnchen- und Putenhalter im Rahmen des QS-Systems zu weiteren konkreten Verbesserungen für das Tierwohl. Unter anderem ist vorgesehen, dass mit dem sogenannten QS-Prüfzeichen gekennzeichnetes Hähnchen- und Putenfleisch nur aus Haltungen mit reduzierter Besatzdichte stammt.

Auch bei der momentan gültigen Besatzdichte ist die Bewegungsfreiheit der Tiere im Stall jederzeit gewährleistet. Die Besatzdichte stellt zudem immer nur die maximale Obergrenze dar, die ausschließlich gegen Ende der Aufzucht erreicht wird.

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