„Geflügelhaltung wird nicht ausreichend kontrolliert.“

Kategorie: Fakten-Check

Ganz im Gegenteil: In Deutschland greift ein engmaschiges Netz verschiedenster Kontrollinstanzen ineinander. Dies sind die betriebseigenen Kontrollen, die privatwirtschaftlich organisierten Kontrollen wie zum Beispiel das QS-System, ein branchenübergreifendes Qualitätssicherungssystem für die Herstellung von Lebensmitteln, und die amtlichen Überprüfungen.

Die behördliche Kontrolle erfolgt dabei durch den zuständigen Amtstierarzt, der sowohl während der Aufzucht als auch beim Ausstallen die Herde kontrolliert und sein besonderes Augenmerk auf die Gesundheit der Tiere legt. Der Amtstierarzt führt auch die sogenannte Lebendtierbeschau durch, bei der sichergestellt wird, dass nur gesunde Tiere zur Schlachtung freigegeben werden. Zusätzlich erfolgt beim Eintreffen der Tiere in der Schlachterei eine weitere Überprüfung.

Darüber hinaus stellen sich die deutschen Geflügelhalter zusätzlichen Kontrollen im Rahmen des QS-System: In regelmäßig stattfindenden, umfangreichen „Systemaudits“ unabhängiger und fachkundiger Kontrollinstitute wird jeder Aspekt kontrolliert. Je nach Stallgröße kann ein solches Systemaudit fünf bis sechs Stunden dauern. Zusätzlich zu den Systemaudits werden im Rahmen des QS-Systems die sogenannten „Spotaudits“ durchgeführt. Diese erfolgen unangemeldet und konzentrieren sich besonders auf die Kontrolle der Tiergesundheit und des Tierwohls.

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